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  • internetBreitband-Infrastrukturatlas ist wichtiger Schritt auf dem Weg zur Anbindung des ländlichen Raumes an das schnelle Internet

    Zum heutigen Start des Breitband-Infrastrukturatlasses hat der Deutsche Landkreistag (DLT) die Notwendigkeit eines zügigen Ausbaus von Breitbandinternet in der Fläche bekräftigt. Auf diesem Weg sei, so Präsident Hans Jörg Duppré, der Infrastrukturatlas ein wichtiger Schritt. „Der Breitbandatlas kann ein sehr hilfreiches Informationsinstrument zur Realisierung konkreter Projekte vor Ort werden und auf diese Weise dazu beitragen, den Breitbandausbau wesentlich zu unterstützen und zu beschleunigen.“ 

    Duppré sagte, Ziel müsse sein, den Breitbandausbau weiter voranzubringen und eine „Digitale Spaltung“ zwischen Stadt und Land zu vermeiden. „Um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu gewährleisten, müssen auch im ländlichen Raum bedarfsgerecht Breitband-Anschlüsse mit zeitgemäßen Übertragungsraten zur Verfügung stehen. Für Unternehmen ist die Anbindung von ländlichen Gegenden leider oft nicht hinreichend wirtschaftlich attraktiv, so dass Bund, Länder und Kommunen versuchen müssen, Hindernisse aufzuspüren und zu beseitigen.“

    Hier setzt der Breitbandatlas an: In diesen sollen alle Infrastrukturen aufgenommen werden, die beim Aufbau von Breitbandnetzen genutzt werden können – wie zum Beispiel vorhandene Leerrohre. „Auf diese Weise lassen sich die Kosten für den Aufbau solcher Netze – gerade im ländlichen Raum – erheblich reduzieren. Zudem kann der Netzausbau durch die Verkürzung von Genehmigungsfristen und Bauzeiten deutlich beschleunigt werden“, so Duppré.

    „Die Landkreise bekennen sich dazu, aktiv zu werden, um eine Versorgung ihrer Bürger und Unternehmen sicherzustellen, wenn eine Erschließung durch den Markt nicht erfolgt. Es gehört zu den Aufgaben der Kreise, hier ihre Verantwortung für die gleichmäßige Versorgung im Kreisgebiet für Bürger und Wirtschaft wahrzunehmen“, so Duppré abschließend.

    Weitere Informationen:
    Der Infrastrukturatlas soll stufenweise realisiert werden. In der Startphase, die heute beginnt und spätestens am 1.5.2010 abgeschlossen sein soll, wird die Bundesnetzagentur auf Anfrage lediglich Daten über die Art der Infrastruktur und einen Ansprechpartner des Infrastrukturinhabers herausgeben. In dieser Phase dient der In-frastrukturatlas also lediglich einer groben Orientierung über die Art der lokal oder regional vorhandenen Infrastrukturen und vereinfacht die Kontaktaufnahme zu deren Inhabern. In der zweiten Stufe wird die Bundesnetzagentur berechtigt sein, auf Antrag auch Daten über die Lage der Infrastrukturen herauszugeben. Erst in der dritten Stufe wird die Bundesnetzagentur das endgültige System des Infrastrukturatlasses in Betrieb nehmen, das einen Online-Zugriff erlauben wird. Abfrageberechtigt im ländlichen Raum sind aufgrund ihrer Bündelungsfunktion zunächst lediglich die Landkreise.