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Landkreis Freising

Ganz im Zeichen des Bieres stand die Präsentation am Freitag. Der Landkreis Freising feierte in Berlin das 500jährige Bestehen des Reinheitsgebotes. Nicht nur, dass die Hallertau, das weltweit größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet, zu einem großen Teil im Landkreis Freising liegt, sondern es sind dort bis heute viele kleine und größere Brauereien aktiv.

Stefan Stanglmair, seines Zeichens Hopfenbauer und Biersommelier, referierte am Stand zu Hopfen und Bier. Selbstverständlich durfte jeder Gast verschiedene Sorten verkosten und erfuhr Interessantes und Wissenswertes über das Brauen, die Aufgabe des Hopfens im Bier, über neueste Hopfensorten und besondere Herstellungsformen. Ergänzt wurden die Ausführungen zu den einzelnen Bierdelikatessen durch Biokäsesorten, die hervorragend mit den einzelnen Bieren harmonierten. Selbstverständlich stammte auch der Käse aus dem Landkreis.

Auf der Bühne und am Stand ging es außerdem in musikalischer und volkstümlicher Hinsicht hoch her: Die Marktkapelle Au, der Almrausch Freising e.V., der Schützenverein Abensquell Abens, der Landfrauenchor des Bayerischen Bauernverbandes Freising, die Narrhalla Nandlstadt, der Spielmannszug Högertshausen und die Stadtkapelle Freising sorgten für Stimmung mit ursprünglich, bayerisch-ländlicher Volksmusik und zeigten wunderschöne Trachten, harmonische Reigen, deftige Plattler und zünftige Blasmusik.

In politischer Hinsicht war es für den Deutschen Landkreistag ein "Großkampftag": Am Vormittag besuchte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau den Stand und sprach mit DLT-Pressesprecher Dr. Markus Mempel über aktuelle Themen des ländlichen Raumes und die Flüchtlingssituation.

Zu diesen Themen schloss sich ein längeres Gespräch von DLT-Präsident Landrat Reinhard Sager mit der Verbandsspitze des Deutschen Bauernverbandes (Präsident Jochim Rukwied und Generalsekretär Bernhard Krüsken) an. Dabei ging es neben dem Breitbandausbau in der Fläche und der Integration von Flüchtlingen vor allem um eine weiterentwickelte Förderpolitik für den ländlichen Raum.

Am Nachmittag empfingen der DLT-Präsident Sager, der Landrat des Landkreises Freising Josef Hauner sowie der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in der Halle 4.2. Die Landräte sprachen mit dem Minister über die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) hin zu einem Förderinstrument für sämtliche Bereiche der ländlichen Entwicklung wie z. B. auch Kleingewerbe oder Infrastruktur. Dabei waren sich die Kommunalvertreter mit dem Bundesminister - wie zuvor bereits mit dem Bauernverband - darüber einig, dass es dafür einer deutlichen Mittelaufstockung bedarf, um die zusätzlichen Aufgaben auch stemmen zu können. Daneben spielten natürlich auch aktuelle Weichenstellungen in der Flüchtlingspolitik eine Rolle, wobei deutlich wurde, dass es Schmidt im Hinblick auf eine dauerhafte Integrationsperspektive im ländlichen Raum vor allem auf die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen ankommt.

Diese Überlegungen führten DLT-Präsident Sager und DLT-Pressesprecher Dr. Mempel später am Tag weiter, als Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reakorsicherheit, den Stand des Deutschen Landkreistages besuchte. Adler ist u. a.  verantwortlich für die Weiterentwicklung der Wohnungspolitik, gerade auch mit dem Fokus der Versorgung von anerkannten Flüchtlingen mit bezahlbarem Wohnraum. Es gelte nach Auffassung des Deutschen Landkreistages, nicht nur den Neubau von z. B. Sozialwohnungen - was vor allem die Ballungsräume betrifft - in den Blick zu nehmen, sondern auch Leerstände zu ertüchtigen und auf diese Weise möglicherweise sogar zügiger verfügbar zu machen.

Zum Glasfaserausbau in den Landkreisen gab es schließlich noch eine Diskussionrunde auf der Bühne, an der DLT-Referent Dr. Klaus Ritgen ein Plädoyer für technologieoffene zukunftsfähige Strukturen hielt und dabei das von vielen Landkreisen genutzte oder avisierte Betreibermodell in den Mittelpunkt stellte.


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