Der Deutsche Landkreistag hat die erneute Verständigung von Bund und Ländern zur Eindämmung der Pandemie als „konsequent und zielgerichtet" bezeichnet. Präsident Landrat Reinhard Sager kommentierte die Beschlüsse gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: „Die Länder und der Bund übernehmen Verantwortung und geben die Richtung für die kommenden Monate vor. Sowohl die Ausweitung von 2G als auch die Kontaktbeschränkungen sind notwendig, um die Dynamik des Infektionsgeschehens zu verlangsamen."

Auch seien die Einschränkungen in Bezug auf Sport-, Kultur- und Großveranstaltungen, Clubs und Diskotheken sowie das Böllerverbot sinnvoll, weil es inzwischen die Coronalage gebiete. „Weiterhin wurde unsere Forderung aufgegriffen, den Instrumentenkasten im Infektionsschutzgesetz zu vergrößern. Dadurch werden die Spielräume von Ländern und Landkreisen erweitert, um in der Pandemiebekämpfung wirksam vorgehen zu können."

Außerdem begrüßte er, dass nicht nur eine Impfpflicht für Mitarbeitende in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens kommen wird, sondern auch bald über eine allgemeine Impfpflicht entschieden werden soll. „Wichtig ist uns, dass zugleich auch Regeln für Bußgelder beschlossen werden." Außerdem bedürfe es einer dauerhaften finanziellen Stützung und kurzfristigen Sicherung der Liquidität der Krankenhäuser. „Sie arbeiten ausnahmslos alle bei der Bekämpfung der Pandemie tatkräftig mit, was ihnen nicht zum Nachteil werden darf“, so der DLT-Präsident.