Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Landkreistages hat es sich bewährt, über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem auf lokaler Ebene zu entscheiden. 60 % beantworten diese Frage zustimmend, 26 % ablehnend. Bei den 30- bis 39-Jährigen ist die Zustimmung mit 67 % sogar noch höher sowie im Osten etwas stärker ausgeprägt als im Westen. Präsident Landrat Reinhard Sager dazu: „Die Menschen sind mit der Arbeit der Landkreise und Gemeinden im Umgang mit der Pandemie weit überwiegend zufrieden. Das gilt auch für die kommunalen Gesundheitsämter und bestätigt uns in unserer Auffassung, dass es nach wie vor entscheidend auf ein passgenaues, ortsangemessenes Handeln ankommt. Das haben zuletzt auch die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten in ihren Corona-Beschlüssen so festgehalten.“

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Die Pandemiebekämpfung sei in den Händen der Landkreise und Gemeinden gut aufgehoben – dort, wo Eindämmungsmaßnahmen, Kontaktverfolgung und Testungen stattfänden, so Sager. „Diese Strategie genießt eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Wenn wir im vergangenen halben Jahr eines lernen konnten, dann dies: Die Pandemie kann dezentral gut beherrscht werden. Bestandteil dessen ist, dass – abgesehen von wenigen notwendigen bundesweiten Leitplanken – Regeln und Maßnahmen nicht überall gleich sind, sondern den jeweiligen Gegebenheiten entsprechen müssen.“

Zum Thema Corona findet heute eine Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit Landrätinnen und Landräten und deren Gesundheitsämtern statt, an der auch der Deutsche Landkreistag teilnimmt. Hintergrund ist die Umsetzung des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. „Die damit beabsichtigte weitere Stärkung der Gesundheitsämter durch zusätzliches Personal bewerten wir positiv. Dies muss natürlich bedarfsgerecht erfolgen“, so der DLT-Präsident.

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Die Online-Umfrage des Deutschen Landkreistages wurde vom 1. bis 3.9.2020 durchgeführt. Die Stichprobengröße betrug 3.266 Personen.