Die Studie wurde im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung von Prof. Dr. Roland Roth erstellt. Sie weist aus, dass nur etwa ein Viertel der ausländischen Studierenden nach dem Studium in Deutschland bleibt. Zu Beginn des Studiums wollen dies noch zwei Drittel. Dabei kommen immer mehr Studierende aus dem Ausland an deutsche Hochschulen. In den Jahren 2002 bis 2010 hat sich ihre Anzahl fast verdoppelt. Im Studienjahr 2013/14 waren es rund 301.000, das sind etwa 11,5 Prozent der insgesamt 2,6 Millionen Studierenden.

Die Untersuchung zeigt weiter, dass es noch immer viele Barrieren gibt, die Studierende aus dem Ausland daran hindern, in Deutschland Fuß zu fassen: Angefangen bei Sprachbarrieren zu Beginn des Studiums, Schwierigkeiten mit bürokratischen Gegebenheiten beim Erwerb eines Aufenthaltstitels bis hin zu Informations- und Beratungsdefiziten. Die Studie empfiehlt daher, eine Willkommenskultur vor Ort auf zwei Säulen aufzubauen: Neben der späteren Vermittlung in den Arbeitsmarkt als Perspektive müssten auch „weiche" Faktoren in Aussicht gestellt werden, wie z. B. die Integration in das kulturelle und soziale Leben und damit eine attraktive Lebensqualität. Um eine so verstandene Willkommenskultur umzusetzen, regt die Studie die Zusammenarbeit von sechs Akteursgruppen an: Hochschule, Wirtschaft, Agentur für Arbeit, Zivilgesellschaft, Studierende und nicht zuletzt die Kommunen. Dazu gehörten auch die Ausländerbehörden sowie studentische Migrantenorganisationen.

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