Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber bislang können längst nicht alle daran teilhaben: Mit der neuen Initiative „Digital für alle“ stellt sich ein breites gesellschaftliches Bündnis unter Beteiligung des Deutschen Landkreistages dieser Herausforderung. Das gemeinsame Ziel lautet, die digitale Teilhabe zu fördern. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Ein bundesweiter Digitaltag soll die Digitalisierung mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten überall in Deutschland erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und auch Raum für kontroverse Debatten schaffen. Erstmals findet der Digitaltag am 19. Juni 2020 statt.

Laut einer repräsentativen Studie von Bitkom Research stehen in Deutschland etwa 20 Millionen Menschen ab 16 Jahren der Digitalisierung skeptisch bis ablehnend gegenüber. Auf die offene Frage nach spontanen Assoziationen zum Begriff "Digitalisierung" gaben 27 Prozent der 1.003 Befragten Vorbehalte beziehungsweise Bedenken an, etwa Sorgen um Datensicherheit, Cyber-Kriminalität und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Dem stehen 11 Prozent gegenüber, die Vorteile herausstellen, etwa mehr Komfort im Alltag oder die Ersparnis von Wegen, Zeit und Kosten. Die meisten, nahezu jeder Zweite (46 Prozent), verbinden mit Digitalisierung technische Infrastruktur und Geräte wie Internet und Smartphone oder den Einzug digitaler Technologien in Alltagsgegenstände. Während eine Zwei-Drittel-Mehrheit (68 Prozent) die Digitalisierung grundsätzlich als Chance bezeichnet, sehen drei von zehn (31 Prozent) darin eine Gefahr.

Der Einzug digitaler Technologien in alle Lebensbereiche wird zwar von einer großen Mehrheit (81 Prozent) als eher positiv bewertet, aber immerhin jeder Sechste (16 Prozent) sieht diese Entwicklung eher negativ. In einigen Fällen führt das zu dem Wunsch, digitale Technologien so gut wie möglich aus dem Alltag zu verbannen. Jeder Achte (12 Prozent) sagt über sich selbst, die zunehmende Technisierung abzulehnen und neue technische Geräte oder digitale Dienstleistungen nur zu nutzen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Die Untersuchung zeigt, dass Ältere die Digitalisierung besonders skeptisch sehen. Vier von zehn der Altersgruppe 65 plus (40 Prozent) würden lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben, bei den Jüngeren ist es lediglich jeder Achte (12 Prozent).

Eine ausführliche Präsentation ist unter www.digitaltag.eu/studie abrufbar.

Partner der Initiative „Digital für alle“

AWO Bundesverband | Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) | Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) | Bitkom | Bundeselternrat | Deutsche Forschungsgemeinschaft | Deutscher Caritasverband | Deutscher Kulturrat | Deutscher LandFrauenverband | Deutscher Landkreistag | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) | Deutscher Städtetag | Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) | Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) | Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung | Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands | Verband der TÜV (VdTÜV) | Verband kommunaler Unternehmen (VKU) | VOICE – Bundesverband der IT-Anwender | Zentralverband des deutschen Handwerks (ZdH) | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

 

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