Aus Sicht des Deutschen Landkreistages ist von großer Bedeutung, dass die zu entwickelnde Conora-App auch einen Mehrwert für die Gesundheitsämter der 294 Landkreise bietet. Präsident Landrat Reinhard Sager sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe), dass die Gefahr bestehe, dass die Gesundheitsämter erst als letzte informiert werden. Stattdessen werde derzeit erwogen, dass die Testlabore bei bestätigter Infektion die Warnungen an Kontakte der infizierten Person aussenden. „Allerdings sollten die Gesundheitsämter unserer Auffassung nach den Infizierten über einen Code in die Lage versetzen, über die App mögliche Kontaktpersonen zu informieren."

Den benachrichtigten Personen der Infektionskette müsse man dann – auch wenn sie bisher keine Krankheitssymptome aufweisen – einen Test ermöglichen, „um zu beruhigen und Klarheit über die Infektionsketten zu erlangen“, so Sager.

Die bisherigen Planungen gingen zudem dahin, dass die App nicht mitteilen solle, wann und wo jemand in der Nähe eines Infizierten gewesen sei. „Wenn Betroffene wissen, wann sie Kontakt zu einem Infizierten hatten, könnten sie aber viel stärker plausibilisieren. Unsere Sorge ist, dass die Gesundheitsämter sonst die Welle der möglicherweise unnötigen Anfragen nicht stemmen können“, sagte er.

„Bislang gelingt es den Gesundheitsämtern noch sehr gut, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Spätestens bei einer zweiten drohenden Corona-Welle im Herbst kann der App aber eine große Bedeutung zukommen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.“ Weiterhin sprach sich Sager für eine verpflichtende Nutzung der App aus, um die angestrebte Nutzungsquote von 60 % zu erreichen.

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