Anlässlich des heutigen Integrationsgipfels hat der Präsident des Deutschen Landkreistages Landrat Reinhard Sager auf die Landkreise, Städte und Gemeinden hingewiesen, die bei der Integration eine herausgehobene Rolle spielen. Er sagte: „Damit Integration gelingt, müssen alle Seiten aktiv dazu beitragen. Erfolgreiche Integration vor Ort verlangt einerseits Aufnahmebereitschaft, wie sie seitens der Landkreise, Städte und Gemeinden zusammen mit ihren Bürgern nicht zuletzt in den Jahren ab 2015 eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde."

Zugleich brauche es eine nachhaltige Integrationsbereitschaft auf Seiten der Zuwanderer. „Im Interesse eines friedlichen und respektvollen Zusammenlebens erwarten und fordern die Kommunen daher von jedermann ein klares Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, zu Gewaltfreiheit, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie zu anderen gesellschaftlichen und kulturellen Grundwerten. Regeln müssen beachtet, Verstöße konsequent verfolgt werden – und zwar ohne, dass die Herkunft der Betroffenen eine Rolle spielen darf."

Für Menschen, die aus humanitären Gründen hierzulande Aufnahme fänden, ebenso wie für Fachkräfte, auf deren Zuwanderung die Kommunen verstärkt setzten, ginge das Ankommen in Deutschland und die Eingliederung in Gesellschaft und Arbeitsmarkt mit erheblichen Herausforderungen einher. „Es kommt darauf an, dass die verschiedenen Integrationsmaßnahmen im Sinne eines übergreifenden Integrationsmanagements eng miteinander verzahnt sind. So müssen etwa Sprachförderung und die Eingliederung in den Arbeitsmarkt stets ineinandergreifen. Und auch bei der schulischen und beruflichen Bildung muss immer der Übergang in das Arbeitsleben mitbedacht werden.“ Vor diesem Hintergrund seien in den letzten Jahren viele Kommunen dazu übergegangen, ihre Zuständigkeiten in besonderen Migrationsämtern zu bündeln und so humanitären Zuwanderern wie Erwerbsmigranten Beratung aus einer Hand bis hin zu einem konkreten Fallmanagement zu bieten.

 

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