Im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbs hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zehn Projekte ausgezeichnet, die für eine Umsetzungsförderung ausgewählt wurden. Dazu gehören auch die Projekte aus den Landkreisen Vechta und Kronach. Beide Landkreise erhalten nun eine Umsetzungsförderung von jeweils knapp 3,9 Mio. €. Im August 2019 hatte das BMVI einen 5G-Innovationswettbewerb gestartet mit dem Ziel, eine zügige und effiziente Einführung des 5G-Mobilfunks in Deutschland zu fördern. An dem Wettbewerb beteiligten sich auch zahlreiche Landkreise. In der ersten Runde wurden 67 Projekte für eine Konzeptförderung ausgewählt, darunter 32 von den Landkreisen initiierte Projekte. Zehn dieser Projekte haben nunmehr eine Umsetzungsförderung für ihre Konzepte erhalten.

Der Landkreis Vechta hat sich zum Ziel gesetzt, 5G für eine nachhaltige Landwirtschaft zu nutzen. Entlang von zwei Lebensmittelwertschöpfungsketten soll die Digitalisierung der Agrarwirtschaft demonstriert werden. Dafür werden alle In- und Outputfaktoren digitalisiert und so ein effizienter Informationsaustausch zwischen allen Akteuren in der Wertschöpfungskette ermöglicht. 5G wird dabei für die Echtzeitauswertungen von tierbezogenen Daten und bedarfsorientierten Handlungsempfehlungen im Tiermanagement eingesetzt. Geplant ist die Verwendung von Kamera- und Sensortechnik sowie von KI für die Überwachung des Tierverhaltens, des Tierwohls und der Umgebungsparameter mit der Möglichkeit, diese Daten per App auszuwerten und bei Bedarf eingreifen zu können. Zudem wird eine echtzeitfähige Bestimmung der Nährstoffe in Gülle angestrebt, um bei der Ausbringung auf die Felder eine Überdüngung zu vermeiden. Für das Projekt sollen zusätzlich zum öffentlichen Netz in den Agrarbetrieben noch drei Campusnetze aufgebaut werden.

Im Landkreis Kronach wird der Einsatz von 5G für das automatisierte und vernetzte Fahren in ländlichen Räumen erprobt. Ziel des Vorhabens ist es, 5G-gestützte autonom fahrende Einzel- oder Flottenfahrzeuge für den Einsatz als öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere in Form von unbemannt fahrenden Shuttle-Bussen, zu entwickeln. Dies soll eine bessere Mobilität in den ländlichen Gebieten gewährleisten. Der Fokus des Projekts liegt in den Bereichen Steuerung, Überwachung, Kommunikation und der Mensch-Fahrzeug-Interaktion. Dabei soll 5G eingesetzt werden, da für die Umsetzung ein zuverlässiges, schnelles und latenzarmes Netz zur Verfügung stehen muss, welches stark genug ist, um eine Vielzahl von Fahrzeugen miteinander zu vernetzen.

Weitere Informationen unter www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Dossier/5G/top-2.html

 

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