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Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, Dr. Kay Ruge, hat im Deutschlandfunk die angekündigten Pläne des Bundes zur Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes als wichtiges Signal eingeordnet. Angesichts veränderter Sicherheitslagen, hybrider Bedrohungen, möglicher Anschlags- und Kriegsszenarien sowie zunehmender Naturkatastrophen sei es richtig, die staatliche Krisenvorsorge deutlich ernster zu nehmen und zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Ruge machte zugleich deutlich, dass ein solcher Aufwuchs nicht allein aus der Perspektive des Bundes betrachtet werden dürfe. Bevölkerungsschutz funktioniere im Ernstfall vor allem vor Ort: in den Landkreisen und Gemeinden mit den dortigen Leitstellen, Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Krankenhäusern und Verwaltungsstäben. Es müsse dezentral entschieden werden, was konkret gebraucht werde, welche Infrastruktur tatsächlich verfügbar sei, wie Verletzte versorgt, Menschen untergebracht und Einsatzkräfte koordiniert werden könnten.

Der Deutsche Landkreistag fordert deshalb, Länder und kommunale Spitzenverbände von Beginn an eng in die weiteren Planungen einzubeziehen. Neue Strukturen, Ausrüstung und Finanzmittel müssten dort ankommen, wo Verantwortung im Krisenfall praktisch wahrgenommen werde. Entscheidend sei eine abgestimmte Gesamtstrategie, die Zivilschutz, Katastrophenschutz, Gesundheitsversorgung, kritische Infrastrukturen und ehrenamtliche Einsatzstrukturen zusammenführt.

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