„Der Ernstfall war erwartbar, nun ist er eingetreten: Die Afrikanische Schweinepest hat Deutschland erreicht. Wir dürfen der Seuche von nun an möglichst wenig Raum zur Ausbreitung geben“, so kommentierte der Präsident des Deutschen Landkreistages Landrat Reinhard Sager den Nachweis der Schweinepest bei einem toten Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße. „Die Landkreise als zuständige Behörden werden im Zusammenwirken mit Landwirten und Jägern die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Seuche im Griff zu behalten. Sie verfügen über jahrelange Erfahrung bei der Bekämpfung von Tierseuchen und sind gut vorbereitet.“ So seien etwa auch die jetzt erforderlichen Seuchenabwehrmaßnahmen mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest eingeübt worden. Wichtig sei es aber auch festzuhalten, dass die Afrikanische Schweinepest für den Menschen ungefährlich ist.

Ab sofort gelte es, der Seuche keine Gelegenheit zur Ausbreitung und zur weiteren Einschleppung zu geben. „Nicht zuletzt die wirtschaftlichen Folgen für viele Landwirte und Fleischverarbeiter wären fatal, würde sich die Seuche in weitere Gebiete ausbreiten oder gar in Nutztierbestände eingetragen werden. Die Folge könnten u. a. auch Exportstopps ins Nicht-EU-Ausland für deutsches Schweinefleisch sein. Das müssen wir unbedingt verhindern“, so Sager.

Der aktuell betroffene Landkreis Spree-Neiße als vor Ort zuständige Behörde zur Tierseuchenbekämpfung könne nun – je nach den örtlichen Gegebenheiten, also unter Berücksichtigung beispielsweise des Fundortes, der Abgrenzbarkeit durch natürliche Barrieren oder Verkehrswege, der Nähe zu Schweinehaltungsbetrieben und vielem mehr – folgende Maßnahmen ergreifen:

  1. Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs in bestimmten festzulegenden Gebieten,
  2. Absperren bestimmter Gebiete,
  3. Jagdverbote oder -Beschränkungen,
  4. Beschränkungen oder Verbot der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, um ein Auswandern infizierter Wildschweine zu verhindern,
  5. Anlegung von Jagdschneisen und verstärkte Fallwild-Suche,
  6. Beauftragung von Dritten, um eine verstärkte Bejagung von Wildschweinen vorzunehmen.

„Von diesen Instrumenten wird der Landkreis nach Einschätzung der Lage vor Ort Gebrauch machen. Das ist unser bewährtes Vorgehen, mit dem wir erfolgreich sein werden“, so der DLT-Präsident. Der Kreis werde dabei in eingeübter Form eng mit dem Land Brandenburg und der von Bund und Ländern bereits seit 2003 eingerichteten Task Force Tierseuchenbekämpfung zusammenarbeiten.

 

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