Heute hat die Bundesregierung ihren 3. Bericht zur Entwicklung der ländlichen Räume vorgelegt. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, der zugleich Vorsitzender des Sachverständigenrates Ländliche Entwicklung beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist, kommentierte dies wie folgt: „Deutschland ist weit überwiegend ländlich. Das muss sich auch in der Politik von Bund und Ländern zur Stärkung der ländlichen Räume widerspiegeln. Mehr als zwei Jahre ist es her, dass die Bundesregierung ihre Schlussfolgerungen zur Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse vorgelegt hat. An diesem Thema muss deshalb mit Hochdruck weitergearbeitet werden. Die Menschen in den ländlichen Räumen müssen spüren, dass man sich dieses Thema politisch kraftvoll annimmt.“

Weiter sagte er: „Wir konnten in diesem Jahr beobachten, dass es die Menschen oftmals vorgezogen haben, von Zuhause aus zu arbeiten. Das war vielfach nicht in den großen Städten. Das Land zeigt im Vergleich zur Stadt in dieser Pandemie, was es zu bieten hat. Dafür braucht es natürlich auch ein paar Voraussetzungen: Schnelles Internet und gute Kinderbetreuung sind hier an erster Stelle zu nennen.“

Der Staat müsse deutlich mehr unternehmen, um Glasfaser und 5G aufs Land zu bringen, nicht nur oder in erster Linie in die Ballungsgebiete. „Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem politischen Ziel der Verwirklichung gleichwertiger Lebensverhältnisse und der Digitalisierung des Lebens und der Arbeitswelt. Durch die Förderung insbesondere strukturschwacher Gebiete wird die Lebensqualität der Bevölkerung verbessert und die Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort gestärkt. Dadurch kann Deutschland im Ganzen nur gewinnen.“

Bei der Bewältigung der Zukunftsaufgaben komme es schließlich entscheidend auf intakte und finanziell gut ausgestattete kommunale Strukturen an. „Das trägt wesentlich dazu bei, dass Landkreise und Gemeinden die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort gestalten können. Bei dieser Aufgabe müssen Bund und Länder mit guten politischen Rahmenbedingungen mithelfen.“

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