Der Deutsche Landkreistag unterstützt das Ziel, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu befördern. „Wir begrüßen den vom Deutschen Bundestag beratenen Gesetzentwurf für ein Baulandmobilisierungsgesetz“, so Präsident Landrat Reinhard Sager anlässlich der heutigen Bilanzveranstaltung zur Wohnraumoffensive von Bund, Ländern und Kommunen. Jedoch habe sich die Wohnungspolitik zuletzt vor allem auf die angespannten Wohnungs- und Bodenmärkte in einigen Großstädten und Ballungszentren konzentriert. Künftig gelte es, auch die ländlichen Räume in den Blick zu nehmen. Hierbei komme der Ertüchtigung von Leerständen sowie der Umnutzung von Bestandsgebäuden eine besondere Rolle zu.

In Deutschland würden rund 2 Mio. Wohnungen leer stehen, viele davon in ländlichen Räumen. Gleichzeitig gebe es in zahlreichen verdichteten Landkreisen einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. „Neuer Wohnraum sollte vorrangig durch Innenentwicklungsmaßnahmen geschaffen werden, um Stadt- und Ortskerne als attraktive und nutzungsgemischte Wohn- und Versorgungsstandorte zu stärken. Hierfür bedarf es zudem der begleitenden Infrastruktur, insbesondere Breitbandversorgung, ÖPNV-Angebote sowie Schul- und Kinderbetreuungseinrichtungen“, sagte Sager.

Bund und Länder blieben daher aufgefordert, einen Schwerpunkt auf die Ertüchtigung der regional unterschiedlich verteilten Leerstände zu legen. „Neben Maßnahmen zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse sollten unter Berücksichtigung der guten Erfahrungen mit dem Baukindergeld auch Vorhaben wie „Jung kauft Alt“ sowie generell Anreize für den Eigentumserwerb in den ländlichen Räumen gesetzt werden. Wir sollten uns dringend davor hüten, Einfamilienhäuser zu verteufeln.“

Bei der Verfolgung der Klimaziele für den Gebäudesektor sei schließlich von weiteren Verschärfungen der bestehenden energetischen Standards abzusehen, damit sowohl die energetische Sanierung bestehenden Wohnraums als auch der Neubau nicht weiter verteuert werde. „Der Bund sollte beim Neubau innovative energetische und nachhaltige Gebäudekonzepte, wie etwa das Bauen mit Holz, gezielt unterstützen. Die notwendige energetische Sanierung von Bestandsgebäuden sollte vorrangig über gezielte Förderinstrumente und nicht über Verbote unterstützt werden“, so der DLT-Präsident.

 

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