Aus Anlass einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes vom 5.7.2019 zu Geschwindigkeitsmessungen („Blitzer-Urteil“) weist der Deutsche Landkreistag darauf hin, dass die Rechtsauffassung des Gerichts die vom Bundesgerichtshof aufgestellten und anerkannten Grundsätze zur Verwertung von Ergebnissen aus sog. standardisierten Messverfahren faktisch aushebelt.

Am Wochenende vor dem Beginn der Aktionswoche kommunaler Jobcenter in Deutschland besuchte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Tagung der Niedersächsischen kommunalen Jobcenter im Landkreis Peine. Seit 15 Jahren stellen beispielsweise in Niedersachsen die kommunalen Jobcenter ihre Leistungsfähigkeit in der Arbeitsmarktpolitik und der Grundsicherung für Arbeitsuchende unter Beweis.

Vom 26. bis 30. August 2019 laden die kommunalen Jobcenter deutschlandweit zu einer Aktionswoche ein, in der sie sich und ihre Leistungen präsentieren. Dazu haben der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag im Rahmen der Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort.“ aufgerufen, um auf die Bedeutung kommunaler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen.

Die Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort.“ verfolgt das Ziel, Aufgaben und Stärken der 104 kommunalen Jobcenter noch mehr ins Bewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern, von Politik und Unternehmen zu bringen.

Vom 7. bis 10.10.2019 findet in Brüssel die „Europäische Woche der Regionen und Städte" statt, die gemeinsam von der EU-Kommission sowie dem Europäischen Ausschuss der Regionen seit 2003 organisiert wird. Die „Europäische Woche der Regionen und Städte" ist eine jährlich stattfindende viertägige Veranstaltung, auf der Landkreise, Städte und Gemeinden aus der EU neben gegenseitigen Austauschmöglichkeiten ihre Fähigkeiten präsentieren, Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, die Kohäsionspolitik der EU umzusetzen und die Bedeutung der kommunalen und regionalen Ebene bei der Umsetzung der europäischen Gesetzgebung hervorzuheben.

Das Bundeskabinett hat am 14.8.2019 den Gesetzentwurf eines Angehörigen-Entlastungsgesetzes verabschiedet. Damit sollen unterhaltsverpflichtete Eltern und Kinder von Leistungsbeziehern der Sozialhilfe finanziell spürbar entlastet werden. Kernstück ist die geplante Aufhebung des Unterhaltsrückgriffs bis zu einem Jahreseinkommen von 100.000 €. Dies ist vor allem für Kinder von pflegebedürftigen Angehörigen relevant, die künftig erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 € einen Beitrag zu den Pflegekosten leisten sollen.

Die kommunalen Spitzenverbände freuen sich über die weiterhin gute wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik. Trotz abgeschwächter Wachstumsaussichten stehen die kommunalen Haushalte im Durchschnitt derzeit noch gut da. Die aktuelle Situation und die noch eher positiven Aussichten sind allerdings entscheidend abhängig von einer weiterhin guten wirtschaftlichen Entwicklung. Diese ist nicht garantiert. Deshalb dürfen die Risiken etwa beim Welthandel oder der künftigen Zinsentwicklung nicht übersehen werden. Gerade angesichts der aktuellen Überschüsse muss betont werden: Krisenfest und aus sich heraus tragfähig sind die Kommunalfinanzen noch lange nicht. Es besteht weiterhin ein hoher Investitionsstau. Das machten die kommunalen Spitzenverbände heute anlässlich der Veröffentlichung ihrer neuen Prognosedaten zur kommunalen Finanzlage für die Jahre 2019 bis 2022 deutlich.

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